Wir bieten morgen wieder in der Zeit von 12-13 Uhr eine Infothek Spezial in Zusammenarbeit mit Radio Sauerland und den Zahnärzten der Initiative Hochwertige Zahnheilkunde Sauerland.
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Thema Zahnheilkunde billig oder gut, was sollte man bedenken?
Wie gewohnt stellen wir nacher die Sendung hier online zum Download zum Nachhören zur Verfügung. Wer nicht im Auto sitzt oder gerade zu Hause die Ruhe hat, kann auch von der Arbeit via Webrado zuhören.
Am 25. April 2009 sendeten wir in Zusammenarbeit mit den Zahnärzten Dr. Reinold Kerstholt (Freienohl), Dr. Rüdiger Fuchs (Niedersfeld) und Dr. Christian Ramspott (Bestwig).
Alexa Schröder interviewte die anwesenden Zahnärzte zum Thema Implantologie. Die Sendung bietet einen guten Überblick, was Implantate überhaupt sind und wie eine Behandlung verläuft
Dr. Ramspott erklärt zu Anfang, das ein Implantat ein aus Titan gefertigtes Fertigteil ist, dass als künstliche Zahnwurzel verwendet wird. Ähnlich einem Dübel, wir ein Stift in den Unterkiefer eingesetzt, der später den eigentlichen Zahnersatz genügend Halt bietet. Dr. Fuchs stellt dann noch einmal die klaren Vorteile dieser Form des Zahnersatzes heraus. Dr. Kerstholt nimmt Stellung dazu, warum die Behandlung fast bei jedem Patienten durchführbar ist.
- Mitschnitt der Sendung 12:08 Uhr
Um viertel nach 12 Uhr ging es am Samstag, dann um die möglichen Probleme, die auftreten könnten. Wenn überhaupt. Auch zu den Schmerzen im Rahmen der Behandlung wird Stellung bezogen. Dr. Kerstholt und Dr. Ramspott bringen es auf den Punkt. Die Entfernung der Weisheitszähne ist oftmals schmerzhafter, als die Schmerzen, die nach dem Eingriff im Rahmen einer implantologischen Versorgung auftreten können. Herr Dr. Fuchs sagt dann noch etwas dazu, wie lange ein Implantat hält.
- Mitschnitt der Sendung 12:15 Uhr
Was passiert nach dem Setzen des Implantats? Bin ich dann erst einmal zahnlos. Was ist bei meinen Putzgewohnheiten zu berücksichtigen?
- Mitschnitt der Sendung 12:30 Uhr
Kann jeder Zahnarzt implantieren? Darf jeder Zahnarzt Implantate setzen? Worauf muss ich bei der Auswahl meines Zahnarztes achten, wenn ich mich für eine implantologische Versorgung interessiere? Die Weiterversorgung des Implantats erfolgt übrigens dann wieder in Absprache und enger Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker. Was Zähne und Bilder gemeinsam haben, das erfuhren die Hörer um zwanzig vor eins.
- Mitschnitt der Sendung 12:40 Uhr
Wie plant der Zahnarzt bzw. Implantologe die Behandlung mit Implantaten? Welche Kosten entstehen? Wie verhält sich das im Unterschied zum normalen Zahnersatz?
- Mitschnitt der Sendung 12:45 Uhr
Hat sich die Form der implantologischen Behandlung durchgesetzt? Wie sehen die Patienten im Sauerland diese gar nicht so neue Form der zahnärztlichen Versorgung und was hat die Stiftung Warentest festgestellt
- Mitschnitt der Sendung 12:50 Uhr
Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, uns ein Feedback zur Sendung hier einzustellen. Über die Kommentare können Sie Ihren ganz persönlichen Beitrag dazu schreiben. Vielleicht haben Sie schon Erfahrungen als Patient oder einfach noch einige ergänzende Fragen. Gern beantworten Ihnen diese Fragen Ihre Zahnärzte der Initiative Hochwertige Zahnheilkunde Sauerland.
Geschrieben von: Dr. Rüdiger Fuchs (Winterberg-Niedersfeld)
Montag, 27. April 2009 um 00:00 Uhr
Eine hochwertige Möglichkeit um nach einem Zahnverlust wieder unbeschwert beißen zu können, in Verbindung mit einer erhöhten Lebensqualität, stellt die Implantologie dar. Implantate sind industriell gefertigte künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die man in verschiedenen Längen und Durchmessern bekommen kann.
Bei Verlust von Backenzähnen stellt sich häufig die Frage, ob man eine herausnehmbare Prothese oder festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten anfertigt. Dieses ist natürlich nur möglich, wenn ausreichend Knochenangebot vorhanden ist. In der Planungsphase werden Höhe und Breite des vorhandenen Knochenangebots, sowie dessen Beziehung zu wichtigen anatomischen Strukturen geprüft. So ist zum Beispiel im Oberkieferseitenzahnbereich Lage und Ausdehnung der Kieferhöhle von Bedeutung. In vielen Fällen reicht die Anfertigung einer Panoramaröntgenaufnahme, bei der vom Patienten eine im Dentallabor angefertigte, Schablone getragen wird. In schwierigen Fällen kann auch die Anfertigung eines CT s oder DVT s von Nöten sein, um eine größere Sicherheit beim Implantieren zu haben. Zudem kann man bei dieser Planung mit dreidimensionalen Bildern, dem Patienten vorher zeigen, was ihn erwartet und hat somit eine sehr hohe Planungs- und Kostensicherheit.
Bei der Besprechung und Planung mit dem Patienten, welche Art von Zahnersatz er bekommen soll, ist es natürlich auch wichtig über die Kosten zu sprechen. Jeder Patient bekommt seinen befundbezogenen Festzuschuss von der Krankenkasse. Die Kosten für die Implantation selbst, werden jedoch nicht bezuschusst.
Die entsprechend der Planung bestellten Implantate werden in einer oft nur kleinen Operation in den Kiefer eingebracht. In manchen Fällen mit schwieriger Knochensituation kann ein Knochenaufbau mit eigenem oder künstlich hergestellten Knochenmaterial erforderlich sein. Nach Einbringen der Implantate sind je nach Situation Einheilphasen von mehreren Monaten abzuwarten, bevor man den endgültigen Zahnersatz anfertigt. Während dieser Phase ist der Patient natürlich mit Zahnersatz versorgt.
Wenn dann nach wenigen Tagen der Zahnersatz eingegliedert wird, kann man sich auf eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität freuen. Viele Patienten haben nach solch einer Behandlung auch von deutlich mehr „Biss im Leben" gesprochen und sich darüber geärgert, sich nicht schon lange Zeit vorher mit Implantaten versorgen zu lassen.